PROFIT

Projektartiges Arbeiten – fächerübergreifend in Themenepochen

Die naturwissenschaftlichen Fächer (Bio, Ch, Phy und der Fächerverbund BNT = Biologie, Naturwissenschaft und Technik) und die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer (G, Geo, GK) werden bei uns an der GMS in PROFIT-Epochen unterrichtet. Die Zeiten, die zuvor in Einzelstunden über Wochen verteilt lagen, werden zusammengezogen und in Blöcken und in Form von Projekttagen organisiert.

Grafik Beispielstundenplan 0117

So haben die Schülerinnen und Schüler Zeit, sich in Inhalte zu vertiefen. Auch handelndes und fächerübergreifendes Arbeiten wird so möglich.
Experten können in den Unterricht geholt werden (Externe, Eltern als Experten, ehemalige Schüler als Experten…), außerdem können die Schülerinnen und Schüler an außerschulischen Lernorten lernen, ohne dass für andere Schüler deswegen Unterricht ausfällt.
Die PROFIT-Epochen sind für jeden Jahrgang vorgeschrieben und entsprechend der Bildungspläne abgestimmt.

pdf Epochenüberblick mit Zuständigkeiten

Im Fundamentum erwerben die Schülerinnen und Schüler inhaltliches Grundwissen dieses Faches1. Die fächerübergreifenden Projekte gehen jeweils von einem Leitfach aus.

Zusätzlich arbeiten die Schülerinnen und Schüler an „Individuellen Verbindlichkeiten“ (sogenannten SMARTIES). Das können sie alleine, zu zweit oder dritt oder in Ausnahmefällen zu viert tun. Die Individuelle Verbindlichkeit ist als SMART2es Ziel formuliert, das aufzeigt, was die Schüler erarbeiten wollen und woran sie ihr Wissen und Können am Ende der PROFIT-Epoche nachweisen wollen. Das „smarte“ Ziel enthält eine Forschungsfrage. (folgt noch: Beispiele für SMARTIES / Formular SMARTIE)


Das von echtem Interesse gesteuerte eigenständige Lernen und „Erforschen“ eines Themas führt zu nachhaltigerem Kompetenzerwerb und Lernen. Die Ziele und Arbeitsformen können außerdem nach Leistungsvermögen und Stärken differenziert werden und fördern so alle Schülerinnen und Schüler individuell. Nicht zuletzt ermöglichen auch Fehlschläge und Reflexionen wertvolle Lernprozesse.

Die Schülerinnen und Schüler führen ein PROFIT-Heft. Darin
•    stehen die Inhalte des Fundamentums
•    ist ihre Arbeit an der individuellen Verbindlichkeit (SMARTIE) dokumentiert und
•    sie beantworten drei Forscherfragen, die Mitschüler gestellt haben.

Die Leistung setzt sich zusammen aus
•    40 % Mitarbeit im Fundamentum (mündlich, schriftlich, praktisch)
•    40 % PROFIT-Heft (individuelle Verbindlichkeit und beantwortete Forscherfragen)
•    20 % Aktion / Präsentation

Gegen Ende einer PROFIT-Epoche findet eine Aktion oder eine größere Präsentation des Erarbeiteten statt.
Die projektartige Arbeit in PROFIT bereitet die Schülerinnen und Schüler optimal auf die Projektprüfung der Hauptschulabschlussprüfung und auch die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung der Realschulabschlussprüfung vor.

 

1 Der Schweizer Pädagoge Andreas Müller spricht von „Armierungswissen“ als Grundgerüst für den weiteren individuellen Wissenserwerb und Kompetenzaufbau.
2 SMART bedeutet:  Spezifisch, messbar, attraktiv, realisierbar, terminiert